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Lernen Sie, effektiv zu lernen!
"Versuchen Sie, Erlerntes zu verstehen und nicht nur auswendig zu
lernen"
- Es gibt viele verschiedene Lerntechniken, von denen alle mehr oder weniger
nutzbringend sein können.
- Sie sollten sich allerdings einige grundsätzliche Erkenntnisse der
Lernwissenschaft aneignen, um Ihr Potential möglichst optimal auszunutzen.
- Wichtiger als alle Übungen, Wiederholungen und Hilfsmittel ist ein
System, also ein Konzept, mit dem man den Lernprozess plant, steuert und
kontrolliert.
- In den wenigsten Fällen kann man von natürlichem Genie oder angeborener
Überlegenheit sprechen. Nahezu alle Fähigkeiten sind erlernbar.
- Als Bespiel soll hier der Historiker und Forscher Heinrich Schliemann
dienen. Der Entdecker Trojas erlernte in seinem Leben Dutzende von
Fremdsprachen. Daher galt er bei vielen Zeitgenossen als Genie. Schliemann
war bei all seinen unbestrittenen Fähigkeiten und Leistungen sicherlich
kein Genie. Er hat sich notwendige Fähigkeiten systematisch angeeignet,
genauso, wie es ein angehender Industriekaufmann während seiner
Ausbildungszeit im Hinblick auf die Prüfung tut.
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Frage = Reiz |
Antwort = Reaktion |
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- Eine grundlegende Erkenntnis ist der Zusammenhang zwischen Reiz und
Reaktion. Generell löst jeder Reiz eine bestimmte Reaktion aus.
Beispielsweise reagieren Sie beim Anblick eines ansprechend gedeckten
Tisches und köstlicher Speisen mit Appetit.
Ziel ist es, dass bei dem Reiz "Prüfungsfrage" automatisch die
richtige Reaktion, nämlich die Antwort oder Kenntnisse über das Thema,
erfolgen.
- Die Hürde ist also, diese notwendige Reaktion zu verinnerlichen und
automatisch ablaufen zu lassen.
Beachten Sie dabei folgende Grundregeln:
Effektives Lernen ist durch audio-visuelle Unterstützung und
regelmäßige Wiederholungen des Erlernten optimal umsetzbar. Das bedeutet,
dass Sie auf eine übersichtliche und auch farblich ansprechende Form des
Lernmaterials achten sollen und auch den Merkeffekt über das Ohr, also
Vorsprechen durch einen Lernpartner oder selbstständiges, lautes Sprechen
durch den Lernenden selbst.
- Bilden Sie rechtzeitig Lerngruppen, wobei es durchaus kein Problem ist,
wenn Leistungsunterschiede zwischen den Gruppenmitgliedern bestehen. Die
Schwächeren lernen von den Besseren, die Besseren vertiefen ihr Wissen
durch Erklären und gewinnen zusätzliche Sicherheit.
- Versuchen Sie, "Störgrößen" auszuschalten, indem große und
kleine Probleme des Alltags für die Zeit des Lernens abgeblockt werden.
- Machen Sie regelmäßig Lernpausen und überfordern Sie sich nicht.
Beschränken Sie sich auf Lernblöcke.
- Bauen Sie sich Eselsbrücken. Das kann in Form von Reimen, Wortbrücken
oder logischen Zusammenhängen erfolgen.
- Vergessen Sie nicht, auch gründlich durchgenommenen Stoff regelmäßig zu
wiederholen.
- Sehr wichtig sind die äußeren Bedingungen zum Lernen:
Helligkeit, am besten Tageslicht
passende Raumtemperatur, 20-21°
und, besonders wichtig: frische Luft!
- Schlafen Sie während der Lernphase ausreichend! Auch wenn Sie oft mit
weniger auskommen, sollten Sie nicht unter 7-8 Stunden pro Nacht schlafen,
- Bei komplexeren "Lernproblemen" ist Mindmapping ein
hervorragendes Instrument. Sie können auch Mindmapping-Programme wie
MindManager verwenden.
- Ein Tipp, der nicht immer einheitlich beurteilt wird, hat mir immer sehr
gut geholfen, mich zu konzentrieren: Leise, entspannende Musik im
Hintergrund. Probieren Sie es aus!
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