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Dipl. Betriebswirt
Ingo Hauernherm    
Tel.: 0177-8222666

 

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Hier einige Grundbegriffe, die Ihnen immer geläufig sein sollten!


  1. Das ökonomische Prinzip
  2. Die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren
  3. Die Wirtschaftsektoren
  4. Die Wirtschaftssysteme


Das ökonomische Prinzip

Mit den Ihnen zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln können Sie nur einen Teil Ihrer Bedürfnisse decken. Umgekehrt heißt das: Sie benötigen mehr als Sie an Geldmitteln zur Verfügung haben, um alle Ihre Bedürfnisse zu decken.

Minimalprinzip: 

Ein bestimmtes Ziel mit minimalem Mitteleinsatz erreichen

Maximalprinzip:

Mit gegebenen Mitteln den maximalen Nutzen erreichen

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Die volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren

1. Arbeit  Die Arbeit der Menschen
2. Boden Grundstücke und Gebäude
3. Kapital Betriebsmittel wie Maschinen, Werkzeuge und Fahrzeuge.

Achtung! Zum Kapital gehören nicht Erzeugnisse und Geld!!!

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Die Wirtschaftssektoren

1 Primärer Sektor: 
(
= Urerzeugung)
Landwirtschaft, Fischerei, Forstwirtschaft, Bergbau, Jagd, Primäre Energie: Wasser, Solar, Gezeiten, Wind
2 Sekundärer Sektor:
(= Weiterverarbeitung)
Handwerk: Bäcker, Schmied, Tischler;
Industrie: Metall- , Textil- , Möbelindustrie
Sekundäre Energie: Kohle-, Kern-, Gaskraftwerk
3 Tertiärer Sektor:
= (Verteilung)
Handel  Groß-, Einzel-, Versandhandel
Dienstleistungen: Bank, Versicherung, Transport, Pizza-Service

Entwicklung der Wirtschaftssektoren

bis 1800 Seit beginn der Menschheitsgeschichte bis zur Industriealisierung hat  immer der größte Teil der Bevölkerung im primären Sektor gearbeitet.
  • 80 % aller Arbeitskräfte im 1. Sektor
  • 8 %   aller Arbeitskräfte im 2. Sektor
  • 12 % aller Arbeitskräfte im 3. Sektor

bis 1950   Dann: Industrialisierung (zuerst in England) Dampfmaschine, mech. Webstuhl, elektrisches  Licht, Eisenbahn, Dampfschiff, Verbrennungsmotor, Flugzeug, Fliesband…
  • 45 % aller Arbeitskräfte im 1.  Sektor
  • 40 % aller Arbeitskräfte im 2.  Sektor
  • 15 % aller Arbeitskräfte im 3.  Sektor
um 1990   Dann Internationaler Handel, Maschinenbau, Roboter, Datenverarbeitung, Telekommunikation
  •   5 % aller Arbeitskräfte im 1. Sektor
  • 30 % aller Arbeitskräfte im 2.  Sektor
  • 65 % aller Arbeitskräfte im 3.  Sektor

Durch Globalisierung, moderne Informationstechnologien und Automatisierung wird der Anteil im 1. und 2. Sektor in Zukunft noch geringer.

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Die Wirtschaftssysteme

  • Planwirtschaft

    Beispiele dafür währen Kuba, die ehem. UdSSR und Nordkorea. Die Mehrzahl der Betriebe sind verstaatlicht, der Staat legt Preise und Menge fest. Beispiel: der 5-Jahresplan. 
Vorteile Nachteile 
  • Grundversorgung der Bevölkerung vom Staat sicher gestellt
  • Einheitliche Preise, kaum Preisdifferenzierung
  • Kein rücksichtsloses Gewinnstreben um jeden Preis
  • Kein freies Unternehmertum 
  • geringe Motivation
  • Marktsituation oftmals unklar und verfälscht
  • Vielfach Unter- oder Überversorgung der Bevölkerung
  •  Freie Marktwirtschaft

    Beispiele sind: USA, Brasilien, Kanada
    Die Betriebe sind in privater Hand, der Staat greift fast gar nicht in den Markt ein.
    Angebot und Nachfrage regeln den Preis.
Vorteile Nachteile 
  • freies Unternehmertum
  • Eigenverantwortlichkeit
  • Freiheit in der Gewinnverwendung
  • Bessere Marktübersicht
  • Die Unternehmen legen mehr Wert auf die Ökonomie als auf Ökologie und soziale Aufgaben
  • Verdrängungswettbewerb 
  • starke Preisdifferenzierung
  • Soziale Marktwirtschaft

Beispiele sind: Deutschland, Frankreich, Italien  
Die
Mehrzahl der Betriebe ist in privater Hand, der Staat greift regulierend in den Markt ein. Die soziale Absicherung der Bevölkerung soll durch den Staat gewährleistet werden.

Vorteile   Nachteile 
  • freies Unternehmertum
  • Eigenverantwortlichkeit
  • Keine Massenarmut
  • Sicherheit für die Bevölkerung
  • Gefahr des Missbrauchs von
    Sozialleistungen
  • Verdrängungswettbewerb
  • Preisdifferenzierung
  • Bei staatlichen Eingriffen in den Preis können sich Schwarzmärkte bzw, Graue Märkte bilden

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