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Dipl. Betriebswirt
Ingo Hauernherm    
Tel.: 0177-8222666

 

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"Spartenweise mehr Umsatz und Eigenständigkeit"


  1. Welche Synonyme gibt es für Profitcenter?
  2. Was besagt dieser Begriff?
  3. Was ist sinngemäß Ziel und Zweck?
  4. Welche Funktionsbedingungen sind gegeben?
  5. Wie ist heißt diese Organisationsstruktur?
  6. Sind andere Organisationsstrukturen möglich?

Literaturempfehlungen

Gabler Wirtschaftslexikon, 8 Bde.

 


Welche Synonyme gibt es für Profitcenter?

Synonyme: Erfolgsbereich, Business Unit, strategisches Geschäftsfeld, strategische Geschäftseinheit.

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Was besagt dieser Begriff?

Begriff: Organisatorischer Teilbereich, für den ein eigener Periodenerfolg ermittelt und zur gewinnorientierten Beurteilung bzw. Steuerung der Teilbereichsaktivitäten herangezogen wird. Die PC-Leiter operieren gewissermaßen wie selbständige Unternehmer.

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Was ist sinngemäß Ziel und Zweck?

Zielsetzung des Profit-Center-Konzepts ist die Zuweisung von Ergebnisverantwortung auf dezentrale Geschäftsbereiche. Das Unternehmen wird zu diesem Zweck in organisatorisch und abrechnungstechnisch selbständige Einheiten aufgeteilt, die rechtlich selbständig sein können, aber nicht müssen. Strategische Ziele sind die folgenden:

  1. Schaffung einer höheren Transparenz im Unternehmen
  2. Kundennähe und Flexibilität
  3. Motivation von Management und Mitarbeitern durch Entscheidungsbefugnis im eigenen Geschäft
  4. Verbreiterung der Kapital- und Finanzierungsbasis bei rechtlich selbständigen PC (z. B. durch Teilkapitalisierung über die Börse)
  5. Einführung moderner, leistungsfähiger Führungskonzepte wie Management by Objectives (MbO), Management by Exceptions (MbE)
  6. Beschleunigung der Produktentwicklungszyklen.
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Welche Funktionsbedingungen sind gegeben?

Voraussetzungen für eine erfolgreiche Profit-Center-Organisation sind

  1. das Profit Center muss so abgrenzbar sein, dass eine eigenständige Produkt-/Marktstrategie möglich wird
  2. alle operativen (und taktischen) Produkt-/Marktentscheidungen müssen vom Management des PC getroffen werden
  3. eigenständige Investitionsentscheidung
  4. abgrenzbare, klare Ergebnisverantwortung, die durch die Verrechnungspreise für konzerninterne Leistungen nicht ausgehöhlt werden darf.
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Wie heißt diese Organisationsstruktur

Spartenorganisation: Die Sparten sind in jeweils einen Beschaffungs- und Absatzmarkt eingebettet; geringe Interdependenzen aufgrund innerbetrieblicher Leistungsverflechtungen der Sparten

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Sind andere Organisationsstrukturen möglich?

  • Auch andere Organisationsstrukturen mit weniger günstigen Voraussetzungen (insbesondere Funktionalorganisation) sind möglich. 
  • Das Problem fehlender am Markt realisierter Erfolge der marktfernen Bereiche (z. B. Finanzierung, Produktion) kann mit Hilfe fiktiver Verrechnungspreise formal gelöst werden; allerdings ist angesichts der ausgeprägten internen Interdependenzen der PC bei Funktionalorganisation die Unabhängigkeit der Teilbereiche stark eingeschränkt. 
  • Die Motivationswirkung basiert folglich hier nicht auf unternehmerischer Gewinnverantwortung, sondern auf den Argumentationsnotwendigkeiten im Rahmen der Festlegung der Verrechnungspreise und der Interpretation der jeweils vorliegenden Periodenergebnisse. 
  • Die Profit-Center-Organisation hat strategisch zunehmende Bedeutung erlangt, da in einer unstabilen, wettbewerbsintensiven Umwelt vertikal integrierte Großkonzerne zu unflexibel reagieren. 
  • PC werden oft auch aus mehreren, zu sog. Divisions zusammengefassten Unternehmenseinheiten gebildet.
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>> Mehr Infos dazu finden Sie im Gabler Wirtschaftslexikon, 8 Bde.

 

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