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"Spartenweise mehr Umsatz und Eigenständigkeit"
Synonyme: Erfolgsbereich,
Business Unit, strategisches Geschäftsfeld, strategische Geschäftseinheit.
Begriff: Organisatorischer Teilbereich, für den ein eigener
Periodenerfolg ermittelt und zur gewinnorientierten Beurteilung bzw. Steuerung
der Teilbereichsaktivitäten herangezogen wird. Die PC-Leiter operieren
gewissermaßen wie selbständige Unternehmer.
Zielsetzung des Profit-Center-Konzepts ist die Zuweisung von Ergebnisverantwortung
auf dezentrale Geschäftsbereiche. Das Unternehmen wird zu diesem Zweck in organisatorisch
und abrechnungstechnisch selbständige Einheiten aufgeteilt, die
rechtlich selbständig sein können, aber nicht müssen. Strategische Ziele sind
die folgenden:
- Schaffung einer höheren Transparenz im Unternehmen
- Kundennähe und Flexibilität
- Motivation von Management und Mitarbeitern durch Entscheidungsbefugnis im
eigenen Geschäft
- Verbreiterung der Kapital- und Finanzierungsbasis bei rechtlich
selbständigen PC (z. B. durch Teilkapitalisierung über die Börse)
- Einführung moderner, leistungsfähiger Führungskonzepte wie Management
by Objectives (MbO), Management by Exceptions (MbE)
- Beschleunigung der Produktentwicklungszyklen.
Voraussetzungen für eine erfolgreiche Profit-Center-Organisation sind
- das Profit Center muss so abgrenzbar sein, dass eine eigenständige
Produkt-/Marktstrategie möglich wird
- alle operativen (und taktischen) Produkt-/Marktentscheidungen müssen vom
Management des PC getroffen werden
- eigenständige Investitionsentscheidung
- abgrenzbare, klare Ergebnisverantwortung, die durch die Verrechnungspreise
für konzerninterne Leistungen nicht ausgehöhlt werden darf.
Spartenorganisation: Die Sparten sind in jeweils einen Beschaffungs-
und Absatzmarkt eingebettet; geringe Interdependenzen aufgrund
innerbetrieblicher Leistungsverflechtungen der Sparten
- Auch andere Organisationsstrukturen mit weniger
günstigen Voraussetzungen (insbesondere Funktionalorganisation) sind
möglich.
- Das Problem fehlender am Markt realisierter Erfolge der
marktfernen Bereiche (z. B. Finanzierung, Produktion) kann mit Hilfe
fiktiver Verrechnungspreise formal gelöst werden; allerdings ist angesichts
der ausgeprägten internen Interdependenzen der PC bei
Funktionalorganisation die Unabhängigkeit der Teilbereiche stark
eingeschränkt.
- Die Motivationswirkung basiert folglich hier nicht auf
unternehmerischer Gewinnverantwortung, sondern auf den
Argumentationsnotwendigkeiten im Rahmen der Festlegung der
Verrechnungspreise und der Interpretation der jeweils vorliegenden
Periodenergebnisse.
- Die Profit-Center-Organisation hat strategisch
zunehmende Bedeutung erlangt, da in einer unstabilen, wettbewerbsintensiven
Umwelt vertikal integrierte Großkonzerne zu unflexibel reagieren.
- PC werden oft auch aus mehreren, zu sog. Divisions
zusammengefassten Unternehmenseinheiten gebildet.
>> Mehr Infos dazu finden Sie im Gabler Wirtschaftslexikon, 8 Bde.
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