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Dipl. Betriebswirt
Ingo Hauernherm    
Tel.: 0177-8222666

 

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"Ohne Fleiß kein Preis & Entgelte und Löhne"

  1. Was ist mit Geld- oder Naturlohn gemeint?
  2. Was sind Löhne ohne Leistung?
  3. Warum Zeitlohn?
  4. Welche Arten von Akkordlohn gibt und wie werden diese errechnet?
  5. Wo für gibt es Prämienlohn?
  6. Wieso Gewinn- und Kapitalbeteiligung?


Literaturempfehlungen

 Gewinnbeteiligung als alternatives...

 

 Gabler Kompakt-Lexikon Personal. 1.000...

 

 Schnelleinstieg in die Lohn- und...

 


Was ist mit Geld- oder Naturlohn gemeint?

Geldlohn: "Wie das Wort schon aussagt, wird der Lohn als Bargeld ausgezahlt. Aber auch auf das Bankkonto des Arbeitnehmers als Buchgeld überwiesen".

Naturallohn: "Wie aus diesem Wort zu erfahren, wird der Lohn in Naturalien ausgezahlt." Im letzten Jahrhundert war dies teilweise noch üblich. Durch die Gesetzgebung hat sich im Laufe der Zeit einiges geändert und Naturallohn darf nur zusätzlich zum Geldlohn bezahlt werden. Lohn in Naturalien gilt als Geldwerter Vorteil und wird auch dementsprechend als eine so genannte soziale Leistung im Betrieb gewertet und steuerlich behandelt.

Als Rechtsgrundlage dient das Gewerbeordnungsrecht § 115 , abgekürzt GewO.

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Was sind Löhne ohne Leistung?

Hört sich ein wenig komisch an, gibt es sogar man mag es nicht glauben denn man denkt auch im ersten Moment nicht daran. Dies sind Löhne ohne das der Arbeitnehmer wirklich dafür gearbeitet hat. Momente dafür sind:

Konträrerweise wenn der Arbeitnehmer seine Leistung anbietet und der Arbeitgeber diese nicht anordnet sowie während der Arbeitszeit

  1. Arztbesuche 
  2. Behördengänge
  3. Erholungsurlaube
  4. Geburt
  5. Gesetzliche Feiertage
  6. Hochzeiten
  7. Kuren
  8. Sterbefälle
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Welche Arten von Akkordlohn gibt und wie werden diese ermittelt?

  • Zeitakkord, der den Nachteil besitzt, bei neuen Tarif neu berechnet zu werden. Dieser ist aber in den Betrieben am meisten anzutreffen sowie der
  • Stückakkord auch als Geldakkord bekannt

Beim Akkordlohn wird die Arbeitskraft, damit ist der für die von ihr geleistete Arbeitsmenge entlohnt. Es besteht also ein direkter unmittelbarer Bezug zur Leistung.

Damit der Akkordlohn, als solcher Anwendung finden kann müssen folgende Kriterien erfüllt sein:

  1. Die Arbeitskraft kann die Arbeitsquantität selber regulieren!

  2. Die Arbeit muss über eine so genannte Akkordfähigkeit verfügen. Dazu müssen die Verrichtungen regelmäßig, genau wieder folgend, gleichartig und einfach zu messen sein!

  3. Der Arbeitsablauf darf keine Mängel aufweisen und muss nach gegebener Einarbeitung von der Arbeitskraft geübt ausführbar sein!

Ein Akkordlohn besteht immer aus zwei Fragmenten, die zu Ermittlung vom Akkordrichtsatzes, hinsichtlich zum Lohn der Arbeitskraft bei einer regulären Normalleistung als geltende Maßgröße zählen:

  • Der Mindestlohn, der dem Zeitlohn bei Normalleistung entspricht.

  • Sowie der tarifliche 15% bis 25% Akkordzuschlag zum Mindestlohn.

Akkordrichtsatz = Mindestlohn + Akkordzuschlag 

Bei der Berechnung des Geldakkordes bzw. Stückakkord wenden Sie folgende Formeln an:

Akkordsatz = Akkordrichtsatz / Leistungseinheiten bei Normalzeit

Zu dem müssen Sie noch die Vorgabezeit berücksichtigen. Die Vorgabezeit ist die Soll-Zeit die für die Tätigkeit angesetzt worden ist. 

Beispiel: 
Eine gefertigte Einheit in 5 Minuten - daraus folgt 12 gefertigte Einheiten in der Stunde (60 min / 5 min = 12 pro Stunde)

Akkordlohn = Leistungsmenge  x Akkordsatz

Beispiel:
Akkordlohn = 14 Einheiten geleistet / 12 Einheiten Vorgabezeit * 10 € Akkordrichtsatz = 11,67 €


Bei der Berechnung des Zeitakkordes wenden Sie folgende Formeln an:

Akkordlohn = Leistungsmenge * Vorgabezeit * Minutenfaktor

Minutenfaktor = Akkordrichtsatz / 60 min

Der Vorteil am Zeitakkord ist, Sie können nicht nur den Einzelakkord erfassen, sondern sogar den Gruppenakkord.

Beispiel:
In einer Gruppe arbeiten vier Arbeitnehmer, der Mindestlohn beträgt 8 € und er Akkordzuschlag 25%. Zwei davon (A&B) erhalten einen gesonderten Zuschlag mit 5%, Die anderen Arbeitnehmer (C&D) keinen. Die Vorgabezeit beträgt 5 min pro gefertigte Einheit

Der Minutenfaktor ergibt sich folgender Maßen: 

Arbeitnehmer Mindestlohn Zuschlag Akkordrichtsatz
A
B
C
D
8,- €
8,- €
8,- €
8,- €
25 % + 5 %
25 % + 5 %
25 %
25 %

10,40 €
10,40 €
10,-- €
10,-- €

= Ist-Verdienst 40,80 € / 60 min = Minutenfaktor 0,68 €
  1. Leistung:        14 gefertigte Einheiten pro Stunde

  2. Akkordlohn :    14 * 8 * 0,68 = 76,16 €

  3. Schlüssel:        Ist-Verdienst 76,16 € / Sollverdienst 40,80 € = 1,867

Arbeitnehmer Akkordrichtsatz Schlüssel = Zeitakkord
A
B
C
D
10,40 €
10,40 €
10,-- €
10,-- €
1,867
1,867
1,867
1,867
19,42 €
19,42 €
18,67 €
18,67 €
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Warum Zeitlohn?

  • Bei arbeiten die schwer gleichartig zu messen sind, so das eine hohe Konzentration und Qualität gefordert wird.
  •  Im Gegensatz dazu auch Arbeiten bei dem sich die Geschwindigkeit nicht vom Arbeitnehmer selbst regulieren lässt. 
  • Oder bei Arbeiten die nicht vorhersehbar sind.

Zeitlohn: "Wie das Wort schon sagt wird nur die geleistete Zeit vergütet". Die Formel hierfür sieht folgendermaßen aus:

Geleistete Zeit * Stundensatz = Zeitlohn
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Wo für gibt es Prämienlohn?

Prämien gibt es für besonders gute Leistung. Dabei lassen sich die Prämien in vier Kategorien spezifizieren:

  1. Ersparnisprämien für Material oder Energien
  2. Mengenleistungsprämien als Alternative zum Akkordlohn bei nicht genau zu ermittelnden Vorgabezeiten
  3. Nutzungsprämien für kürzere Rüst-, Stand-, Warte- und Reparaturzeiten
  4. Qualitätsprämien für gute Qualität und weniger Ausschuss

Dabei setzt sich der Prämienlohn aus einer Kombination aus Zeit- und/oder aus eine Art des Akkordlohnes zusammen. Es wird immer der Zeitlohn gezahlt und bei einer guten Leistung, wird zusätzlich die Prämie gezahlt.

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Wieso gibt es Gewinn- und Kapitalbeteiligung?

Gewinn- und Kapitalbeteiligungen schaffen einen erhöhten Anreiz für den Arbeitnehmer.  Dieser identifiziert sich zunehmend aus eigenen Interessen mit der Unternehmung, welches auch zu einer schneller Überarbeitung führen kann. Ein besondere Spielart dieser seltenen Lohnform ist der so genannte Investiv-Lohn. Dieser wird oftmals in jungen Firmen oder in den neuen Bundesländern angetroffen. Beim Investiv-Lohn verbleibt ein Teil des Lohnes im Unternehmen, welcher zur Innenfinanzierung genutzt wird.

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