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"Warengerecht nach Art, Wert, Zugriff und Transport"
Die Notwendigkeit eines Lagers oder der Lagerhaltung liegt auf der Hand. Die
Lagerfunktionen dienen der heutigen stetigen Verkaufsbereitschaft sowie der
Zeitüberbrückungsfunktion auch eine Ausnutzung von Zeitvorteilen. Gerade in
der Saison oder in einer weniger Preisstabilen Zeiten lässt sich somit ein
Mehrbedarf an Waren gewährleisten.
Lager dienen auch zur Pufferfunktion im produzierenden Bereich sowie zum
Umformen und zum Veredlen von Waren.
Zum Bestellen der Waren gibt es zwei Methoden:
- Bestellrythmusverfahren: Bei dieser
Methode, wird immer zu einem regelmäßig festgelegten Termin bestellt. Der
Nachteil hierbei ist, dass hierbei ein hoher Lagerbestand notwendig ist und
das verwendete Kapital als totes Kapital im Lager verbleibt.
Das Bestellrythmusverfahren ist nur bei einem continuirlichen und
gleichmäßigen Verbrauch oder Absatz zu empfehlen!
- Bestellpunktverfahren: Bei dieser
Methode wird erst bei erreichen des Meldebestandes neue Ware geordert.
Diese Methode ist bei schwankendem Verbrauch oder Absatz zu empfehlen!
Lagerarten werden oft in verschiedener Weise und Art klassifiziert.
Klassifizierungen von nach freien Plätzen oder der Bauweise, Bedeutung und Art.
Wichtig ist eigentlich nur:
"Fremd oder eigen und zentral oder dezentral!"
-
Beginnen wir bei dem kleinsten Lager - das Handlager,
das ist zum Beispiel die Schublade oder ein Werkzeugkasten.
-
Das Nebenlager ist zum Beispiel ein kleiner Vorratsraum.
-
Das Zwischenlager ist eine Räumlichkeit zwischen Verkauf
und Produktion, zum Beispiel beim Bäcker wäre das dann der bereich hinter
der Verkaufsfläche.
-
Das Versandlager, wie der Name schon sagt dort lagert die
Ware die Versand wird.
usw.
Ohne Lagerkennziffern läuft gar nichts, denn Lagerkennziffern geben genau
Daten zur Wirtschaftlichkeit, Planung, Zielsetzung und Kontrolle. Aus den
Lagerkennziffern und der Werte aus dem letzten Jahr lassen sich Schwachstellen
in der Lagerfunktion aufspüren.
Diese Formeln muss jeder Kaufmann
beherrschen!
| Durchschnittlicher
Lagerbestand |
= Jahresanfangsbestand
+ Jahresbestand
2 |
| Durchschnittlicher
Lagerbestand exakt und genau |
= Jahresanfangsbestand
+ 12 Monatsbestände
13 |
| Jahresverbrauch |
=
Vergleiche Anfangsbestand und Endbestand,
verrechne die Differenz mit den Warenzugänge |
| Lagerumschlagshäufigkeit |
=
Jahresverbrauch
durchschnittlicher Lagerbestand |
| Durchschnittliche
Lagerdauer |
=
360 Tage
Lagerumschlagshäufigkeit |
| Lagerzinssatz |
= Jahreszinssatz
* durchschnittliche Lagerdauer
360 Tage
= Jahreszinssatz üblichen Kreditgebers
Lagerumschlagshäufigkeit |
Gebundenes Kapital in Form eines hohen Lagerbestandes ist totes Kapital. Der
optimale Lagerbestand verursacht möglichst geringe Lagerkosten sowie einen
einen reibungslosen Betriebsablauf, dazu muss die optimale Bestellmenge passend
abgestimmt sein.
Folgender Sachverhalt:
Niedrige Lagerbestände haben auch negative
Auswirkungen wie:
- Kundenverluste durch mangelnde Verkaufsbereitschaft und unvollständiges
Sortiment - somit weniger Gewinn
- Keine Ausnutzung von Mengenrabatte - " Im
Einkauf liegt der Gewinn"
Hohe Lagerbestände haben ebenfalls negative
Auswirkungen wie:
- Flüssige Mittel werden weniger
- Lagerkosten sind hoch
- Hoch ist auch das Risiko durch Verderben, Modewechsel, Saison, Veraltern
und Diebstahl
Gegenmaßnahmen der hohen Lagerbestände sind alle Instrumente des
Marketing-Mix und Sonderverkäufe wobei letzteres auch Nachteile für das
Unternehmen und den ganzen Markt mit sich bringt.
Das Ziel ist 
- eine Erhöhung der Lagerumschlagshäufigkeit
- eine Verringerung der durchschnittlichen Lagerdauer
- Verringerung des Lagerzinssatzes und der Lagerzins
- Verringerung der Versicherungsprämien
- Verringerung der allgemeinen Lagerrisiken
- Verringerung der Kapitalbindung
- Erhöhung des Risikos der eigenen Lieferbereitschaft
Lagerbestandsarten
| Mindestbestand
auch als eiserner Bestand genannt |
- Dieser darf nicht angegriffen werden, denn dieser soll nur in
Ausnahmefällen verkaufsbereit sein. Der Mindestbestand beruht auf
Erfahrungswerte
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| Meldebestand
das ist der Bestellbestand |
- Der Meldebestand gibt das Signal zum ausführen der Bestellung
- Der Meldebestand ergibt sich aus Erfahrungswerte des Tagesverbrauch
* Liefertage + eiserne Reserve
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| Höchstbestand |
- Der Höchstbestand dient dazu um ein überschreiten der Lagermenge
und Kosten zu verhindern. Der Höchstbestand wird erreicht bei
Lieferung der Bestellung.
- Höchstbestand = Meldebestand + Bestellmenge
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Allgemeines
Ein Lager ist mit Kapital -, Raum -, Verwaltung -, und Risikokosten verbunden um die Lagerfunktionen zu nutzen
wird folgend investiert:
- Versicherungen für Schwund, Diebstahl, Verderb, Feuer
- Zinsen
- Lohnnebenkosten sowie Löhne und Gehälter für Personal
- Sicherheits- und Wachdienst
- BGA wie Regale, Schränke, Tanks, Fässer, Kisten, Euro-Paletten,
Sicherheitsvorrichtungen, Klimaanlagen, Tiefkühlanlagen
- Personalcomputer, Schreibtische, Schreibstühle, Mess - und Wiegegeräte
- Kommunikationsgeräte, Fax, Telefon, Anrufbeantworter, Rohrpost
- Rollenbahnen, Rollcontainer, Hubwagen, Gabelstabler, Sackkarren, Kräne
Neben dem erstellen eines Lagerplans sollten organisatorisch folgendes
beachtet werden:
- Zweckmäßigkeit
- Geräumigkeit
- Kurze Wege für A -Artikel und schwere Artikel
- Übersichtlich und schnell greifbar
- Beachten der einzuhaltenden Sicherheit und der notwendigen Vorschriften
- Maßnahmen zur Kontrolle des Lagers wie schriftliches festhalten und
buchen der Bewegungen durch Lagerbuchführung und Hauptbuchhaltung
- Regelmäßige und kurze Inventurintervalle
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