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Dipl. Betriebswirt
Ingo Hauernherm    
Tel.: 0177-8222666

 

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Test Einkauf - Produktion

"Warengerecht nach Art, Wert, Zugriff und Transport"


  1. Notwendigkeit 
  2. Lagerarten
  3. Lagerkennziffern
  4. Optimaler Lagerbestand
  5. Lagerbestandsarten
  6. Allgemeines
... LiFo - Last in First out

FiFo - First in First out ...

"Just in Time" --- Bestellung nach Auftrag +++ lagerlose Fertigung !!!


Literaturempfehlungen

Fachkunde für Berufe der...

 

 Fachkraft für Lagerwirtschaft,...

 

 Lagerlogistik


Notwendigkeit    

Die Notwendigkeit eines Lagers oder der Lagerhaltung liegt auf der Hand. Die Lagerfunktionen dienen der heutigen stetigen Verkaufsbereitschaft sowie der Zeitüberbrückungsfunktion auch eine Ausnutzung von Zeitvorteilen. Gerade in der Saison oder in einer weniger Preisstabilen Zeiten lässt sich somit ein Mehrbedarf an Waren gewährleisten.
Lager dienen auch zur Pufferfunktion im produzierenden Bereich sowie zum Umformen und zum Veredlen von Waren.


Zum Bestellen der Waren gibt es zwei Methoden:

  1. Bestellrythmusverfahren: Bei dieser Methode, wird immer zu einem regelmäßig festgelegten Termin bestellt. Der Nachteil hierbei ist, dass hierbei ein hoher Lagerbestand notwendig ist und das verwendete Kapital als totes Kapital im Lager verbleibt.
    Das Bestellrythmusverfahren ist nur bei einem continuirlichen und gleichmäßigen Verbrauch oder Absatz zu empfehlen!
  2. Bestellpunktverfahren: Bei dieser Methode wird erst bei erreichen des Meldebestandes neue Ware geordert. 
    Diese Methode ist bei schwankendem Verbrauch oder Absatz zu empfehlen!
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Lagerarten

Lagerarten werden oft in verschiedener Weise und Art klassifiziert. Klassifizierungen von nach freien Plätzen oder der Bauweise, Bedeutung und Art.

Wichtig ist eigentlich nur: "Fremd oder eigen und zentral oder dezentral!"

  1. Beginnen wir bei dem kleinsten Lager - das Handlager,  das ist zum Beispiel die Schublade oder ein Werkzeugkasten.

  2. Das Nebenlager ist zum Beispiel ein kleiner Vorratsraum.

  3. Das Zwischenlager ist eine Räumlichkeit zwischen Verkauf und Produktion, zum Beispiel beim Bäcker wäre das dann der bereich hinter der Verkaufsfläche.

  4. Das Versandlager, wie der Name schon sagt dort lagert die Ware die Versand wird.

usw. 

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Lagerkennziffern

Ohne Lagerkennziffern läuft gar nichts, denn Lagerkennziffern geben genau Daten zur Wirtschaftlichkeit, Planung, Zielsetzung und Kontrolle. Aus den Lagerkennziffern und der Werte aus dem letzten Jahr lassen sich Schwachstellen in der Lagerfunktion aufspüren.

Diese Formeln muss jeder Kaufmann beherrschen!

Durchschnittlicher Lagerbestand = Jahresanfangsbestand + Jahresbestand
                                             2
Durchschnittlicher Lagerbestand exakt und genau  = Jahresanfangsbestand + 12 Monatsbestände
                                             13
Jahresverbrauch = Vergleiche Anfangsbestand und Endbestand,
     verrechne die Differenz mit den Warenzugänge
Lagerumschlagshäufigkeit =             Jahresverbrauch
    durchschnittlicher Lagerbestand
Durchschnittliche Lagerdauer =               360 Tage
     Lagerumschlagshäufigkeit
Lagerzinssatz = Jahreszinssatz  * durchschnittliche Lagerdauer
                                  360 Tage

Jahreszinssatz üblichen Kreditgebers
             Lagerumschlagshäufigkeit

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Optimaler Lagerbestand  

Gebundenes Kapital in Form eines hohen Lagerbestandes ist totes Kapital. Der optimale Lagerbestand verursacht möglichst geringe Lagerkosten sowie einen einen reibungslosen Betriebsablauf, dazu muss die optimale Bestellmenge passend abgestimmt sein.

Folgender Sachverhalt:

Niedrige Lagerbestände haben auch negative Auswirkungen wie:

  1. Kundenverluste durch mangelnde Verkaufsbereitschaft und unvollständiges Sortiment -  somit weniger Gewinn
  2. Keine Ausnutzung von Mengenrabatte - " Im Einkauf liegt der Gewinn"

Hohe Lagerbestände haben ebenfalls negative Auswirkungen wie:

  1. Flüssige Mittel werden weniger
  2. Lagerkosten sind hoch
  3. Hoch ist auch das Risiko durch Verderben, Modewechsel, Saison, Veraltern und Diebstahl

Gegenmaßnahmen der hohen Lagerbestände sind alle Instrumente des Marketing-Mix und Sonderverkäufe wobei letzteres auch Nachteile für das Unternehmen und den ganzen Markt mit sich bringt. 

Das Ziel ist  Optimaler Meldebestand?

  1. eine Erhöhung der Lagerumschlagshäufigkeit
  2. eine Verringerung der durchschnittlichen Lagerdauer
  3. Verringerung des Lagerzinssatzes und der Lagerzins
  4. Verringerung der Versicherungsprämien
  5. Verringerung der allgemeinen Lagerrisiken
  6. Verringerung der Kapitalbindung
  7. Erhöhung des Risikos der eigenen Lieferbereitschaft
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Lagerbestandsarten

Mindestbestand auch als eiserner Bestand genannt
  • Dieser darf nicht angegriffen werden, denn dieser soll nur in Ausnahmefällen verkaufsbereit sein. Der Mindestbestand beruht auf Erfahrungswerte
Meldebestand das ist der Bestellbestand
  • Der Meldebestand gibt das Signal zum ausführen der Bestellung
  • Der Meldebestand ergibt sich aus Erfahrungswerte des Tagesverbrauch * Liefertage + eiserne Reserve
Höchstbestand
  • Der Höchstbestand dient dazu um ein überschreiten der Lagermenge und Kosten zu verhindern. Der Höchstbestand wird erreicht bei Lieferung der Bestellung.
  • Höchstbestand = Meldebestand + Bestellmenge
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Allgemeines

Ein Lager ist mit Kapital -, Raum -, Verwaltung -, und Risikokosten verbunden um die Lagerfunktionen zu nutzen wird folgend investiert:

  1. Versicherungen für Schwund, Diebstahl, Verderb, Feuer 
  2. Zinsen
  3. Lohnnebenkosten sowie Löhne und Gehälter für Personal
  4. Sicherheits- und Wachdienst
  5. BGA wie Regale, Schränke, Tanks, Fässer, Kisten, Euro-Paletten, Sicherheitsvorrichtungen, Klimaanlagen, Tiefkühlanlagen
  6. Personalcomputer, Schreibtische, Schreibstühle, Mess - und Wiegegeräte
  7. Kommunikationsgeräte, Fax, Telefon, Anrufbeantworter, Rohrpost
  8. Rollenbahnen, Rollcontainer, Hubwagen, Gabelstabler, Sackkarren, Kräne

Neben dem erstellen eines Lagerplans sollten organisatorisch folgendes beachtet werden:

  • Zweckmäßigkeit
  • Geräumigkeit
  • Kurze Wege für A -Artikel und schwere Artikel
  • Übersichtlich und schnell greifbar
  • Beachten der einzuhaltenden Sicherheit und der notwendigen Vorschriften
  • Maßnahmen zur Kontrolle des Lagers wie schriftliches festhalten und buchen der Bewegungen durch Lagerbuchführung und Hauptbuchhaltung
  • Regelmäßige und kurze Inventurintervalle
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